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Was sollte man über das Fasten wissen?

Redaktion waswiewo

Im Winter plagt viele Menschen das schlechte Gewissen, weil sie sich zu wenig bewegen und dann in der Weihnachtszeit auch noch so viel essen. Manche verordnen sich daraufhin im Januar eine Radikal-Fastenkur. Ob Fasten aber wirklich sinnvoll und gesund ist, fragen sich dabei die Wenigsten. Wenn Sie vorhaben zu fasten, sollten Sie als erstes Ihren Arzt aufsuchen, der dann mit Ihnen Art und Dauer des Fastens festlegen kann.
Allgemein kann man Folgendes sagen: Während der Fastentage wird der Körper stark beansprucht und da feste Nahrung fehlt, baut er Fettreserven ab - das will man ja. Aber gleichzeitig baut er Muskeln ab, da er von hier lebensnotwendige Proteine beziehen kann. In vielen Fällen kommt es durch Mangel an Eiweißen, Spurenelementen und Vitaminen zu Müdigkeitserscheinungen und in schlimmeren Fällen zu Stoffwechsel- oder Herzkreislaufstörungen. Gerade auch deshalb ist wichtig, dass man in dieser Zeit mehr Flüssigkeit aufnimmt als sonst, da die Nieren (auch in einem gesunden Körper) stark beansprucht werden und durch viel Trinken (mindestens 3 Liter am Tag) entlastet werden. Wenn Sie fasten, achten Sie darauf, dass Sie viel Saft und Gemüsebrühen trinken oder Spurenstoff- und Vitaminpräparate nehmen, damit kein Mangel an diesen, für den Körper sehr wichtigen Stoffen auftritt. Um den gefährlichen Muskelabbau, der in ganz schlimmen Fällen auch den Herzmuskel betrifft, zu verhindern, sollten Sie täglich ca. 30 Gramm hochwertiges Eiweiß zu sich nehmen (zum Beispiel in Form von Eiklar oder Magerquark). Sollte Ihr Ziel die Gewichtsreduzierung sein, so kann Ihnen die Fastenzeit nur helfen, wenn Sie danach Ihre normalen Essgewohnheiten umstellen. Ansonsten tritt der berühmte Jojo-Effekt ein, und Sie werden nachher mehr auf die Waage bringen als vorher.
Abschließend sollte noch gesagt werden, dass der Begriff der Entschlackung, der meist mit dem Fasten assoziiert wird, überholt ist. Inzwischen weiß man, dass der Körper die Stoffwechselprodukte über die entsprechenden Organe von selber ausscheidet. Zu Ansammlungen von schädlichen Stoffen, den sogenannten "Schlacken", kann es also gar nicht erst kommen.

   
   
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