Welche ungewöhnlichen Schmuckmaterialien gibt es?
Redaktion waswiewo
Im 19. Jahrhundert kamen ungewöhnliche Materialien für Schmuck in Mode. Mit dem Trauerschmuck kam es z.B. in der Biedermeierzeit in Mode, Schmuck aus dem Haar besonders geschätzter Verwandter oder Verstorbener zu fertigen. Das Haar wurde dazu gekocht, um es weicher zu machen, und anschließend geflochten, geschnitten und geklebt. In England stellte man seit dem späten 18. Jahrhundert Schmuck und Accessoires aus geschliffenen Stahlstiften her, den so genannten Cut Steel-Schmuck, der auch von Männern getragen wurde. Der Schimmer der Stahlstifte erinnert an den Glanz geschliffener Diamanten; deshalb nennt man sie auch Stahlbrillanten. In Preußen gelang es Ende des 18. Jahrhunderts, den Eisenguss soweit zu perfektionieren, dass man auch Schmuck aus dem spröden Material fertigen konnte. Mit den napoleonischen Befreiungskriegen entstand eine patriotische Welle, die das Tragen von Eisenschmuck propagierte -; echten Schmuck sollten die Damen opfern, um den Krieg zu unterstützen. "Gold gab ich für Eisen" hieß diese Aktion, die auch dazu führte, dass das Eiserne Kreuz als hohe Kriegsauszeichnung eingeführt wurde.
|