Wie verhält man sich bei einem Wildunfall?
Redaktion waswiewo
Die meisten Wildunfälle passieren im Herbst, aber auch in der restlichen Zeit des Jahres kann es vorkommen, dass Reh, Hase oder Fuchs vor das Auto laufen. Solche Unfälle passieren besonders häufig in Feld- und Wiesengebieten. Achten Sie besonders hier auf genügend Abstand zum Vordermann, damit Sie nicht auffahren, falls dieser wegen Wildwechsel bremsen muss. Steht plötzlich ein Tier auf der Straße, sofort abbremsen, abblenden und hupen. Das schreckt das Tier auf und es kann vielleicht noch rechtzeitig fliehen. Ist es dazu bereits zu spät, sollten Sie besser keine waghalsigen Ausweichmanöver durchführen, sondern die Lenkung gerade halten und eine Vollbremsung machen. Nach dem Zusammenstoß müssen Sie als erstes die Unfallstelle absichern, d.h. Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen. Nehmen Sie das Tier nicht etwa mit und fahren weg, sondern ziehen Sie es nur auf die Seite. Falls das Wild nur leicht verletzt wurde und fliehen konnte, muss die Unfallstelle zumindest markiert werden. Informieren Sie dann die Polizei oder, falls die Nummer bekannt ist, das zuständige Forstamt oder den Jagdpächter. Tun Sie das noch am Unfallort, sonst riskieren Sie eine Anzeige wegen Verletzung der Anzeigepflicht. Wer angefahrenes Wild mitnimmt, um es zu behalten oder zu verwerten, macht sich übrigens der Wilderei schuldig und muss mit einer Verurteilung rechnen. Unfallflucht gibt es bei einem Wildunfall nicht, es kann sich höchstens um eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz handeln, wenn das angefahrene Tier leidet und einfach liegen gelassen wurde. Allerdings kann der Jagdausführungsberechtigte eine Schadensersatzforderung stellen, falls der Fahrer nicht unverzüglich Polizei oder Forstamt informiert.
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