Warum sind wandernde Heuschreckenschwärme so gefährlich?
Redaktion waswiewo
Als Einzelwesen sind die kleinen Wanderheuschrecken durchaus possierliche Tierchen. Tun sich die unscheinbaren Insekten aber zu Schwärmen zusammen, gehören sie zu den größten Plagen, die die Erde kennt. Nicht nur in Afrika, sondern auch im Vorderen Orient und in Pakistan und Indien sind die Bauern stets auf der Hut vor den gierigen Insekten. Schon ein kleiner Heuschreckenschwarm umfasst schätzungsweise 50 Millionen hungriger Tiere und ist imstande, an einem einzigen Tag die volle Jahresration von 500 Menschen zu vertilgen. Erwachsene Tiere legen auf ihren weiten Reisen, die im allgemeinen von der Windrichtung bestimmt werden, bis zu 50 Kilometer pro Tag zurück. Wo sie sich niederlassen, bleibt kein Halm mehr übrig. Im Jahr 1889 soll einer der riesigsten Heuschreckenschwärme aller Zeiten eine Fläche von 5180 Quadratkilometern in der Nähe des Roten Meeres vollkommen kahl gefressen haben. Glücklicherweise haben sich heute die Lebensbedingungen der Heuschrecken verschlechtert, und die Zahl der Attacken geht zurück. Denn es ist noch immer nicht möglich, einmal ausgeschwärmte Heuschrecken effizient zu bekämpfen.
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