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Top-Tipp: Was versteht man unter der "Fünften Jahreszeit"?

Redaktion waswiewo

Zwischen den Jahreszeiten Winter und Frühling gibt es noch eine Fünfte Jahreszeit, den Fasching. Die Bezeichnungen für diese Zeit sind regional verschieden. In Sachsen-Anhalt und Bayern wird überwiegend Fasching gefeiert. Im Rheinland heißt es Karneval, in anderen Gegenden Fastnacht. Die Fünfte Jahreszeit, die direkt vor der 40-tägigen christlichen Fastenzeit vor dem Osterfest ihr Ende findet (offizieller Start ist der 11.11. der Vorjahres), hat ihren Ursprung wohl in eben dieser Fastenzeit. Das Wort Fastnacht kommt aus dem Mittelhochdeutschen und ist seit dem zwölften Jahrhundert bekannt. Es bedeutet soviel wie die Nacht vor dem Fasten, in der noch einmal so richtig gefeiert werden kann. Karneval kommt wohl aus dem Italienischen: "carne vale" heißt dort etwa "Fleisch lebe wohl".
Interessant ist, dass diese närrische Zeit vor der Fastenzeit seit dem Mittelalter von den Kirchenvorstehern nicht nur geduldet, sondern ganz klar als Zeit der Ausschweifung vor der eingeschränkten Zeit der Fastentage unterstützt wurde, da sie die Bereitschaft für 40 Tage der Entbehrung stärken sollte.
Es ist immer noch umstritten, ob die Feiern neben den eindeutig katholischen Bezügen auch in germanisch-heidnischen Riten, den Fruchtbarkeitskulten und der Wintervertreibung ihre Wurzeln haben. Im 13. und 14. Jahrhundert gehörten Gastmähler, Trinkgelage, Reiterspiele und Tanz zu den Bräuchen in der ausgehenden Winterszeit. Die Art der Festlichkeiten hat sich seitdem kaum verändert: Mit Tanz, Spiel, Umzügen und Verkleidungen wird in den Tagen vor der Fastenzeit die bestehende Ordnung außer Kraft gesetzt.
Höhepunkte der närrischen Zeit sind der Donnerstag vor Aschermittwoch, die Weiberfastnacht, sowie der Rosenmontag und der Veilchendienstag, an dem die Faschingszeit zu Grabe getragen wird.

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